Vom 28.02. bis 01.03.2026 fand die Jahrestagung der HERZ IN TAKT Defi-Liga e.V. in Münster statt. Über 280 Expertinnen und Experten haben seit 1992 in Vorträgen und Arbeitsgruppen diejenigen Themen aufgegriffen, die den Alltag von Patienten und ihren Angehörigen bestimmen – vom Kardiologen bis zum Sporttrainer, von der Psychologin bis zur Ernährungsberaterin.
Wir hatten einen wunderbare Jahrestagung 2026, bei der wir uns informieren, austauschen und viele persönliche Gespräche führen konnten.
An dieser Stelle werden Nachberichte zu den Arbeitskreise in Kürze erscheinen.
Eine bunte Mischung von fotografischen Eindrücken unserer Jahrestagung 2026.
Der Arbeitskreis am Sonntagmorgen widmete sich der Frage, welche Narkose bei der Implantation eines Defis die „richtige“ sei – denn für viele Patientinnen und Patienten ist es mehr als eine Detailfrage, ob sie ihren Defi unter Vollnarkose oder bei einer örtlichen Betäubung erhalten. Charlotte Müller, Anästhesistin am Universitätsklinikum Münster, war gekommen, um die Teilnehmenden über die Vor- und Nachteile der Vollnarkose und der lokalen Betäubung aufzuklären.
Wenn die feinen Strukturen des Herzens mit moderner Medizintechnik in Berührung kommen, stellt sich eine scheinbar einfache Frage: Passen beide gut zusammen? Ein besonderes Miteinander von Körper und Technik nahm Dr. med. Gerrit Kaleschke, Oberarzt in der Klinik für Angeborene Herzfehler (EMAH) und Klappenerkrankungen des UKM, in seinem Impuls-Vortrag in den Blick – das Miteinander zwischen der Trikuspidalklappe und der Defi- oder Schrittmacher-Elektrode. Denn: Bei der Implantation transvenöser Defis oder Schrittmacher verläuft die Elektrode über die Venen in die rechte Herzkammer, vor der die Trikuspidalklappe (T-Klappe) liegt. Elektrode und T-Klappe kommen also zwangsläufig miteinander in Kontakt – dauerhaft und bei jedem Herzschlag. Dieses Miteinander funktioniert meist unauffällig, doch es gibt Fälle, die eine T-Klappen-Insuffizienz zur Folge haben. Genau hier setzte Dr. Kaleschkes Vortrag an: Wodurch entsteht eine T-Klappen-Insuffizienz, wann wird sie klinisch relevant und welche interventionellen Verfahren gibt es aktuell?