Sebastian Schallenberg: Herr Dr. Zandt, als Kardiologe und medizinischer Experte haben Sie den Arbeitskreis zum Thema Defi von A-Z geleitet: Was lag den Teilnehmenden besonders am Herzen?

Dr. Daniel Zandt: Den Teilnehmern lag insbesondere die Alltagstauglichkeit und der Umgang in speziellen Situationen am Herzen. Oftmals besteht eine Angst vor bestimmten Situationen, die aber letztlich gar nicht begründet ist. Ich hoffe wir konnten mit diesem Workshop insbesondere solche Ängste abbauen.

Sebastian Schallenberg: Wenn Sie zum Thema Defi von A-Z Ihren persönlich wichtigsten Rat weitergeben sollten: Welcher wäre das?

Dr. Daniel Zandt: Das Wichtigste ist es, den ICD als "Begleiter" für den weiteren Lebensweg zu akzeptieren, ihn als Schutz anzusehen. Bis auf wenige Fälle sollte der ICD auch keine Einschränkungen für den normalen Alltag darstellen.

Ich habe jetzt auch eine Frage an Dich, Sebastian: Du bist selbst Defi-Träger und machst anderen Menschen seit Jahren Mut. Was motiviert Dich und inwiefern hilft Dir dieser Arbeitskreis auch selbst? 

Sebastian Schallenberg: Für mich ist der gegenseitige persönliche Austausch mit anderen Defi-Trägern sehr hilfreich. Gerne gebe ich auch meine Erfahrungen mit der Implantation, dem Aggregatwechsel und meiner Empfindung von Schocks an andere Defi-Träger weiter. Das persönliche Gespräch mit Betroffenen ist viel intensiver als ein Gespräch mit einer außenstehenden Person. 

 

Weiterführende Informationen von Dr. med. Zandt: 
Herzschwäche – eine unterschätzte Krankheit