Das Defi-Telefon - überzeugend in der Kategorie Kardiologie
„Dieser Preis“ sagt Volker Scheid „ist weit mehr als ein Preisgeld, das uns als Selbsthilfegruppe hilft. Er ist auch ein Zeichen dafür, dass ehrenamtliche Arbeit gesehen wird.“ Beim „Defi-Telefon“ nehmen über 30 Menschen sich Zeit für andere Defi-Patient*innen und beantworten Fragen, die im Alltag oft keinen Raum finden. Wer anruft, trifft im geschützten Raum des persönlichen Gesprächs auf Menschen, die wissen, wovon sie sprechen – weil sie als Betroffene oder Angehörige ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Genau das ist es, was viele Anrufende als besonders wertvoll erleben: das Gefühl, verstanden zu werden.
Ein Preis, der Mut macht
© Defi-Liga e.V.Engagement sichtbar machen, Versorgung verbessern, Lebensqualität stärken – das ist der Anspruch des O-Mamori Awards. Und genau das war am Abend der Preisverleihung spürbar: Acht Projekte in den Kategorien Kardiologie und Onkologie wurden ausgezeichnet. Acht Initiativen, die mit Herzblut und Beharrlichkeit den Alltag von Patient*innen und ihren Angehörigen ein Stück leichter machen.
Gemeinsam stark
Die Defi-Liga steht seit jeher für gelebte Gemeinschaft, den Austausch auf Augenhöhe und die Verbindung von Erfahrung und fachlichem Wissen. Die Auszeichnung mit dem O-Mamori Award bestärkt diesen Weg. Sie zeigt, wie wichtig es ist, Brücken zu bauen und wie gut es tut, sich auszutauschen. Die ursprüngliche Initiative, am O-Mamori-Award teilzunehmen, geht auf den im Januar 2026 verstorbenen stellvertretenden Vorsitzenden der Defi-Liga, Thorsten Schippmann, zurück. „Dass wir in diesem Jahr gewonnen haben“ sagt Angelika Däne, Vorsitzende der Defi-Liga, „hätte in riesig gefreut.“

