Fahrrad fahren zur Genesung: Jetzt, wo Frank Detlef Busch sich durch Spenden dieses wunderbare Dreirad kaufen konnte, geht es ihm immer besser.Fahrrad fahren zur Genesung: Jetzt, wo Frank Detlef Busch sich durch Spenden dieses wunderbare Dreirad kaufen konnte, geht es ihm immer besser.Auf der Tagung 2016 hatten wir die Geschichte von Frank Detlef Busch aufgezeichnet. Einem Mann, der einen Plötzlichen Herztod überlebte und dessen Krankheitsgeschichte damit erst begann. Die Kurzfassung: Am Ende mehrerer Eingriffe und Therapien sind sowohl sein Innenohr als auch sein Gleichgewichtsorgan geschädigt – irreversibel. Auf der Tagung 2016 musste Frank Detlef Busch noch alle Kraft aufbringen, beim Gehen nicht zu straucheln. Seine damalige Perspektive war: Es wird besser, aber es wird nie wieder gut. Sein damals größter Wunsch: „Ich möchte wieder arbeiten und Fahrrad fahren.“ Seine Krankenkasse war von einem Fahrrad nicht zu überzeugen. Jedenfalls stand es nicht auf der Liste derjenigen Dinge, die sie zu therapeutischen Zwecken bezahlen wollten. Wie schnell dieser Wunsch dennoch in Erfüllung gehen sollte, hätte Frank Detlef Busch damals nicht für möglich gehalten.

2018 geht auf der Tagung ein groß gewachsener Mann den Flur entlang und erst auf den zweiten Blick wird klar: Das ist doch Herr Busch! Fröhlich wie immer, wesentlich schlanker und auffallend standfest. Er geht schneller und gerader als früher und seine Arme braucht er kaum noch, um die Balance zu halten. „Das macht das Radfahren“ sagt er. Lacht und schildert, was nach dem Artikel, der 2016 auf der Homepage der Defi-Liga erschien, geschah: „Es dauerte nicht lange, da bekam ich einen Anruf von der Defi-Liga.

Viele Menschen hatten den Artikel gelesen und wollten Geld spenden, damit ich mir ein Dreirad kaufen konnte.“ Die Defi-Liga half unkompliziert weiter und vermittelte zwischen Herrn Busch und den Spendern. Bald darauf nannte er ein Dreirad sein Eigen. Und seitdem fährt er, genießt seine neue Lebensqualität, die damit verbundene Mobilität und den figürlichen Nebeneffekt: „Ich kann mich nur bei allen Menschen bedanken, die das möglich gemacht haben. Mein Leben und meine körperliche Situation haben sich kolossal verbessert. Ich habe durch die regelmäßige Bewegung schon 10 Kilo verloren und die durch das Fahren aufgebaute Kondition wirkt sich auch auf meine Krankheit aus. Ich kann mich einfach besser kontrollieren und dadurch gehe und stehe ich besser.“ Dann lächelt er und sagt: „Wenn das mit dem Fahrrad geklappt hat, dann gebe ich auch die Hoffnung noch nicht auf, irgendwann wieder arbeiten zu können.“

 

Text: Birgit Schlepütz
Foto: Frank Detlef Busch