Medizinische und psychosoziale Aspekte einer Defibrillator-Therapie / Tagung zu chronischen Herzkreislauferkrankungen

In Vorträgen und Diskussionsrunden informieren (v.l.n.r.) Dr. Klaus Hampel, Angelika Däne sowie Prof. Dr. Lars Eckardt und Dr. Florian Reinke über den alltäglichen Umgang mit dem Defibrillator. Foto © UKMIn Vorträgen und Diskussionsrunden informieren (v.l.n.r.) Dr. Klaus Hampel, Angelika Däne sowie Prof. Dr. Lars Eckardt und Dr. Florian Reinke über den alltäglichen Umgang mit dem Defibrillator. Foto © UKMukm/vj. Münster. Wenn das Herz aus dem Takt kommt, nicht mehr gleichmäßig schlägt und ein plötzlicher Herztod droht, kann nur eine Defibrillation helfen. Für Betroffene mit einem implantierten Defibrillator stellt die Behandlung einen gravierenden Einschnitt in ihr Leben dar. Die Tagung „Leben mit dem Defibrillator“, die am 1. und 2. März in der Akademie Franz Hitze Haus in Kooperation mit der Abteilung für Rhythmologie im Department für Kardiologie und Angiologie am UKM (Universitätsklinikum Münster) und dem Verein Herz in Takt Defi-Liga e.V. Münster stattfindet und allen Interessierten offen steht, widmet sich diesem Thema. Neben Vorträgen und Diskussionsrunden werden acht verschiedene Workshops angeboten, in denen Themen wie Wechselwirkungen bei Herzkrankheiten, Sexualleben bei chronischen Erkrankungen oder Umgang mit der Angst bearbeitet werden.

„Nur einen Defibrillator einzusetzen, reicht nicht aus“, erläutert Prof. Dr. Lars Eckardt, Leiter der Abteilung für Rhythmologie am UKM. „Die Patienten benötigen darüber hinaus auch eine spezielle Begleittherapie, die von Medikamenten über gesunde Ernährung bis hin zur sportlichen Betäti-gung reicht.“ Auch die Seele braucht bei dieser Art Erkrankung oft Hilfe. Angelika Däne von der Defi-Liga kann dies nur bestätigen: „Das Herz ist der Motor, der uns am Leben hält. Und wenn der Probleme macht, führt das zu Ängsten bei den Betroffenen und ihren Angehörigen.“ Deshalb sei der Austausch mit anderen Betroffenen wichtig, ist Dr. Klaus Hampel vom Franz Hitze Haus überzeugt: „Gerade das Gespräch mit Gleichgesinnten kann für manche Menschen in dieser Situation eine echte Stütze sein.“ Deshalb legt die Tagung einen besonderen Schwerpunkt auf die psychosozialen Aspekte einer chronischen Herzerkrankung.

Weitere Informationen im Bereich „Veranstaltungen“ auf www.ukmuenster.de.
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