Die Tagungen der Defi-Liga sind geprägt von freundschaftlicher Begegnung, intensivem Austausch und einem herzlichen Miteinander. Auch diesmal fanden deshalb wieder viele Gespräche „am Rande“ statt. Sie geben dem Treffen – bei dem die Herstellerfirmen in diesem Jahr coronabedingt leider fehlen mussten – eine individuelle Note: Jeder findet jemanden mit einem ähnlichen Problem oder einem offenen Ohr für drängende Fragen. Immer wieder bilden sich in den Pausen Kreise, in denen Patienten und Angehörige sich in dem Bewusstsein begegnen können, dass sie einander auch emotional verstehen. Erstmals gab es in diesem Jahr auch zwei „freie Gesprächskreise“, bei denen jeder und jede im vertraulichen Kreis frei die eigene Geschichte erzählen konnte. Begleitet wurden diese Gespräche von langjährigen Mitgliedern der Defi-Liga.

Keine Tagung vergeht, ohne das an diejenigen gedacht wird, die im vergangenen Jahr verstorben sind. Mittlerweile ist es ein festes Ritual, ihnen zu Ehren aus dem Innenhof der Akademie Franz Hitze Haus Luftballons in den Himmel steigen zu lassen.

In den Pausen und am Abend gesellten sich zudem die zahlreichen jungen Gäste schnell zueinander, wobei jung natürlich ein relativer und ein gefühlter Begriff ist. Es kam jedenfalls eine gut gemischte Gruppe zusammen – was die Defi-Liga besonders freut, weil sie ausdrücklich auch für junge Betroffene da sein möchte. Ansprechpartner sind Sebastian und Nils, die selbst jung in die Defi-Liga kamen, mittlerweile im Vorstand aktiv sind und das hoffentlich noch lange bleiben.

 

Fotos: © I. Kamelle-Niesmann