Prominente werben für EMAH-Zentrum am UKM

Karla Völlm (Vorsitzende der Fördergemeinschaft), Gerald Asamoah, Prof. Dr. Norbert Roeder (Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender UKM) und Prof. Dr. Helmut Baumgartner (Leiter der kardiologischen Abteilung am EMAH-Zentrum).Karla Völlm (Vorsitzende der Fördergemeinschaft), Gerald Asamoah, Prof. Dr. Norbert Roeder (Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender UKM) und Prof. Dr. Helmut Baumgartner (Leiter der kardiologischen Abteilung am EMAH-Zentrum).Das 2006 am UKM gegründete EMAH-Zentrum (Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern) ist erfolgreich etabliert. Die „Fördergemeinschaft Zentrum für angeborene Herzfehler am Universitätsklinikum Münster (UKM)“ hat hierbei intensiv unterstützt, zwei Stiftungsprofessuren sowie Mittel für Geräte und Personal wurden eingeworben. Nun bekommt Karla Völlm, die Vorsitzende der Fördergemeinschaft, Unterstützung von prominenten Mitstreitern für eine bundesweite Kampagne: „Hör auf Dein Herz“ fordern dabei so bekannte Menschen wie Ulf Merbold, Christine Urspruch, Ingrid Klimke, Reinhold Messner, Rosi Mittermeier und Aglaia Szyszkowitz.

Auch ZDF-Moderatorin Nadine Krüger („Volle Kanne“) lässt sich ablichten für die Kampagne: „Ich unterstütze dieses Projekt, weil ich von dem langjährigen und selbstlosen Engagement von Frau Völlm und dem EMAH Team begeistert bin. Ich weiß jetzt, wo ich hin kann, falls mein Herz mal Hilfe braucht. Und diese Tür steht jedem offen.“ Alle genannten Prominente wollen darauf aufmerksam machen, dass viele Menschen mit einem Herzfehler zur Welt kommen, und im Erwachsenenalter häufig unterversorgt sind.

„Patienten mit angeborenen Herzfehlern sind heute dank der hervorragenden Entwicklung von Kinderkardiologie und Kinderherzchirurgie gut behandelbar und über 90 Prozent der Betroffenen gelangen ins Erwachsenenalter. Die meisten Patienten sind aber nicht geheilt und brauchen eine lebenslange Weiterbetreuung, um Spätprobleme rechtzeitig zu erkennen und optimal behandeln zu können“, erläutert Prof. Dr. Helmut Baumgartner, Leiter der kardiologischen Abteilung am EMAH-Zentrum des UKM. Das EMAH-Zentrum ist Nutznießer der Kampagne. Den Startschuss zum bundesweiten Auftakt gab heute Gerald Asamoah, 43-facher deutscher Fußballnationalspieler und Profi des FC Schalke 04. Er besuchte das UKM und warb persönlich für die Aktion.

Kooperation für herzkranke Kinder in Ghana


„NGerald Asamoah gab den Startschuss für die bundesweite Werbekampagne „Hör auf Dein Herz“.Gerald Asamoah gab den Startschuss für die bundesweite Werbekampagne „Hör auf Dein Herz“.achdem bei mir Ende 1998 eine chronische Verdickung der Herzscheidewand festgestellt wurde und dadurch mein Leben und meine sportliche Karriere auf dem Spiel standen, wurde mir klar, dass ich in Zukunft etwas tun muss“, erklärte Asamoah seine Motivation, auf Herzfehler aufmerksam zu machen. Er gründete die Gerald-Asamoah-Stiftung, die sich für herzkranke Kinder einsetzt und war in Folge dessen auch gerne bereit, sich für das EMAH-Zentrum am UKM einzusetzen.

„Ich freue mich, dass es zu einer Kooperation zwischen meiner Stiftung und dem EMAH-Zentrum gekommen ist“, sagte Asamoah. Er möchte in Ghana eine Klinik für herzkranke Kinder errichten, „und wenn es so weit ist, können wir die dortigen Ärzte sicherlich gut in unserem EMAH-Zentrum aus- und fortbilden“, betonte Prof. Dr. Norbert Roeder, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor am UKM. Denn das EMAH-Zentrum verfügt über eine bundesweit gefragte Expertise.

„Versorgungsengpass lindern“

Dass es zu der Kooperation gekommen ist, haben UKM und die Gerald-Asamoah-Stiftung Karla Völlm zu verdanken. Die Entwicklung und Umset-zung der Kampagne ist ein probono Projekt der Düsseldorfer Werbeagentur Euro RSCG. Die Motive wurden vom bekannten People-Fotograf Frank Schemmmann, Düsseldorf, in Szene gesetzt. „Nun sind wir darauf angewiesen, dass sich Medienpartner bereit erklären, die entwickelten Kampagnenmotive kostenlos zu schalten“, betonte Völlm. „Es ist uns gelungen, dieses EMAH-Zentrum zu gründen und zu errichten, die Stiftungsprofessuren einzuwerben, das Zentrum mit Geräten und Personal auszustatten sowie wichtige Forschungsprojekte zu finanzieren. Jetzt liegt es uns am Herzen, die vielen Betroffenen im Land darauf aufmerksam zu machen, wohin sie sich für eine Behandlung wenden können. Um den Versorgungsengpass für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern zu lindern, hat sich auch die Robert Bosch Stiftung mit einem Stipendienprogramm an unsere Seite gestellt. Nun können wir in Münster spezialisierte Kardiologen für andere Zentren ausbilden. Um viel für die Versorgung dieser Patienten leisten zu können, freuen wir uns über jede Art von Unterstützung, nicht zuletzt natürlich um Unterstützung finanzieller Art.“